Sonntag, 20. Februar 2011

Geheimnisvolles Waldnaabtal.

Das sechs Kilometer lange Tal zwischen Windischeschenbach und Falkenberg in der Oberpfalz bleibt zum Glück von menschlichen Eingriffen verschont, denn es steht heute unter Naturschutz. Die Waldnaab bahnt und gestaltet sich ihren Weg selbst. Wild , frei und unbegradigt kann sie hier noch fließen. Früher sorgten die unheimlichen Sagen dafür, daß die Menschen respektvoll mit dem Tal umgingen. Diese Landschaft ist der Lebensraum seltener Tierarten. Sogar der Luchs streift gelegentlich durch die Gegend. Im Fluß leben nicht nur besonders viele Fische, sondern auch die vom Aussterben bedrohte Flußperlmuschel gibt es noch. Jeder, der diese Wildnis besucht, kann neue Kraft aus ihr schöpfen.

Sonntag, 13. Februar 2011

Der Kleine Arbersee im Winter.

Der Kleine Arbersee gehört zu den schönsten Seen im Bayerischen Wald. Eine Besonderheit sind die "schwimmenden Inseln" am Nordufer. Seine Schönheit hat auch Nachteile. Im Sommer herrscht reger Betrieb, man ist dort selten alleine. Jetzt Im Winter ist er noch schöner und lädt zu einer Winterwanderung unter dem Gipfel des Großen Arbers förmlich ein. Die Wanderung verspricht, vor allem an einem sonnigen Tag, einen traumhaften Ausflug. Bei einer mitgebrachten Brotzeit, denn das Seewirtshaus hat geschlossen, kann man am einsamen Seeufer die winterliche Pracht genießen. Der kürzeste Weg führt vom Berggasthof Mooshütte in rund 30 Minuten zum See.

Montag, 7. Februar 2011

Ein 13-jähriger Schüler vor der UNO.

Felix Finkebeiner aus Pähl am Ammersee darf vor den Vereinten Nationen über seine Aktion sprechen. Es begann in der Schule, als Felix ein Referat zum Thema Klimawandel halten mußte. In seinen Vorbereitungen fand er im Internet das Projekt der Friedensnobelpreis-
trägerin Wangari Maathai:"In 30 Jahren 30 Millionen Bäume pflanzen". Er dachte sich, was die Frau in Afrika schafft, müssen wir Schüler in Deutschland auch können. 2007 hat der Schüler seine Initiative begonnen. Zwei Jahre danach waren schon 400 000 Bäume gepflanzt.
Man muß wissen, daß jeder Baum etwa zehn Kilo Kohlendioxyd bindet. Sein Referat über Wangari Maathai brachte seine Aktion -Plant for the Planet- ins Rollen und er hat nicht nur die Unterstützung der Vereinten Nationen, sondern auch die Mithilfe zahlreicher Schulen und Firmen in Deutschland.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Berchinger Roßmarkt.

Der Roßmarkt in Berching bei Neumarkt in der Oberpfalz gilt als größtes Wintervolksfest im Freistaat. Die Geschichte des Roßmarkts reicht Jahrhunderte zurück. Nach einem Ratsbeschluß von 1722 sollte eine jährliche "Roßbeschauung" stattfinden, Dabei sollten Tierärzte eine ansteckende Pferdeseuche verhindern. Nachdem die Technik das Nutzier Pferd nach und nach verdrängte, kam man von der Roßbeschau zur Zuchtschau. In den letzten Jahrzenten hat der Auftritt von Politikern Tradition. Franz Josef Strauß war gleich fünfmal da. Alfons Goppel, Max Streibl, Edmund Stoiber und Günther Beckstein (alle CSU) waren zu Gast in dem mittelalterlichen Städtchen Berching. Neben der politischen Rede, heuer wieder von Horst Seehofer, stehen natürlich Pferde und Fieranten im Mittelpunkt des Winterfestes.

Sonntag, 30. Januar 2011

Elba –meine Insel.


Elba ist Elba. Um das zu begreifen, braucht man sich nur auf einer der Fähren am Hafen von Piombino einzuschiffen und das Festland hinter sich zu lassen. Napoleon begriff nicht, daß Elba etwas Einmaliges ist, und starb auf St. Helena, einer recht unwirtschaftlichen Insel.
Elba ist nicht eigentlich eine Insel. Es ist ein Heimatboden, zu groß um eine Robinson.Insel zu sein -nur Inseldasein und Meer- ; doch sie ist wiederum zu klein, um eine Insel von größerer Bedeutung zu sein wie Sizilien oder Sardinien. Elba stellt eine einfache und leicht zugängliche Erfahrung für den Touristen dar. Millionen Personen wird die Möglichkeit geboten, sich nur nach einer Stunde Fahrt übers Meer auf einen anderen Planeten zu befinden. Die Küsten sind felsig oder haben schöne Sand- oder Küstenstrände, die Macchia hat die klassischen Farben ihrer wichtigsten Pflanzen: Ginster und Mastixbaum.

Und doch kommst du in Elba an und findest dich in einer anderen Welt. Den das hier ist eine Insel fernab vom Meer. Auf dieser Insel ist das Meer nur ein Kontext. Du siehst es, du riechst es, du genießt es. Doch das außergewöhnliche liegt außerhalb des Salzgeruchs. Und das findest du beispielsweise in den sieben elbanischen Gemeinden, den Wallfahrtsorten, den Weinbergen, den Wanderpfaden, unter den Eßkastanienbäumen, an der Volterraio Burg oder die Wochenmärkte, die ein buntes Bild ergeben………….all das bewirkt, daß sich dein Leben , dein Wesen, dein Blick verändern. Du bist nur für einige Zeit hier und fährst zwar wieder ab, aber du willst bestimmt hierher zurück. Du steigst als Tourist von der Fähre und als Elbaner fährst du wieder ab. Das Prädikat Elbanisch ist keine besondere Art sich zu vergnügen, sondern eine Schule des Seins und des Denkens, eine Lebensweise fernab von dem hektischen Festlandstreiben.
( Aus: Lo Scoglio 45, 1995, Gaspare Barbiellini, La mia Isola)

Freitag, 28. Januar 2011

Europas größtes Winterschwimmen.

Bei einer Wassertemperatur von knapp über Null Grad und einer Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt findet am Samstag das Donauschwimmen 2011 statt. Vier Kilometer schwimmen die Hobbyschwimmer aus ganz Deutschland bei Neuburg an der Donau. Die"Eisbären" schwimmen ohne Neoprenanzug, allerdings nur 500 Meter. Das Neuburger Donauschwimmen gleicht jährlich einen Faschingszug in und auf der Donau. Neben den Mutigen gesellen sich jedes Jahr Tausende feierfreudige Zuschauer, die das Spektakel vom Ufer aus verfolgen..

Montag, 24. Januar 2011

Erinnerung an Lola Montez.

Was war das für eine Frau , der König Ludwig I. verfallen war. Sie war Tänzerin, Gräfin, aber dann war die 25-jährige die Geliebte des 60-jährigen Königs. In himmlischer Höhe stiegen die Kosten, die der König für sie ausgibt. Wegen ihr entläßt der König Minister. Aber die "treue" Lolitta betrügt den alten König mit jungen Studenten. Lola Montez war bei der Münchner Bevölkerung sehr unbeliebt. Sie war eine sogenannte "Skandalnudel". 1848 zogen Studenten und andere Bürger vor die Residenz und es kam zu Unruhen in der Stadt. Der König mußte abdanken und Lola Montez fliehen. Nach weiteren Affären starb die irische Schönheit im Alter von 39 Jahren in New York, genau vor 150 Jahren.