Donnerstag, 10. Juli 2014

König der Lüfte.

Als „König der Lüfte“ gilt der Steinadler. Er gehört zu den Majestäten unter den Tieren.
Obwohl der Mensch den Steinadler schon immer bewundert hat, wurden die Tiere seit
Jahrhunderten verfolgt und getötet. In Europa standen die Adler schon kurz vor der Ausrottung. Früher unterstellte man den mächtigen Vögel, sie würden Schafe oder gar
Kinder wegtragen  - eine Mär, deswegen die Adler so massiv verfolgt wurden.
Mittlerweile  gilt ihr Bestand zum Glück nicht mehr gefährdet. Die einzigen deutschen
Steinadler leben in den bayerischen Alpen, unter anderem im Alpennationalpark
Berchtesgaden. Etwa 45 Brutpaare leben in den bayerischen Alpen. Im Februar ist die beste Zeit, um die Vögel in der Luft zu beobachten, denn sie balzen. Obwohl die Adler in den bayerischen Alpen nicht zu den gefährdeten Arten zählen, ist ihr Schutz weiter notwendig. Damit sie vor allem beim Brüten nicht durch Hubschrauberlärm oder Paraglidern gestört werden.

Donnerstag, 12. Juni 2014

Napoleon auf Elba .

Napoleons Verbannung auf Elba im Mai 1814 wird 200 Jahre danach überzogen gefeiert. Nur Geschäfte in jeder Hinsicht stehem im Vorderggrund.Es wäre voreilhafter jedermann die Geschichte der napoleonischen Zeit zu erläutern. Den ruhmreichen Aufstieg verdankt er der französischen Revolution. Man sollte in den Medien mehr über die Napoleonischen Kriege berichten. Das sind die von 1792 - 1815 dauernden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und seinen europäischen Machtrivalen. Insbesondere über die Befreiungskriege (Rußlandfeldzug, Völkerschlacht bei Leipzig und Waerloo). Der Machtbesessene hatte keine Ahnung oder wollte es nicht wissen,  wieviele Menschen er auf sein Gewissen hatte. Warum war er nur 300 Tage auf Elba? Seine eigenmächtige Rückkehr wurde durch Agenten veranlaßt. Nach der endgültigen Niederlage bei Waterloo wurde Napoleon auf Lebenszeit auf die britische Insel St. Helena verbannt.

Dienstag, 13. Mai 2014

20 Jahre Kanaltunnel.

Das lang geplante und kostspielige Tunnelbauprojekt (15 Mrd. Euro) wurde 1993 fertiggestellt und 1994 freigegeben. Der Eisenbahntunnel ist 50 km lang unter der 38km breiten „Straße von Dover“, zwischen Folkestone in Kent und Coquelles nahe Calais. Die Öffnung der ersten Landverbindung zum Kontinent war in Großbritannien von einiger Nervosität begleitet worden. Sollte Großbritannien nicht eine Insel bleiben. Umfragen zeigten, daß mehr als die Hälfte der Bevölkerung den Tunnel ablehnten. Sie befürchteten Züge voller Terroristen und Schmuggler. Dazu kam die Angst, daß der Tunnel das perfekte Ziel für die Bomben der nordirischen Organisation  IRA wäre.
Am Ende blieb die Katastrophe aus.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Älteste jüdische Gemeinde in Bayern.

Seit dem 9. Jahrhundert fördern Kaiser, Könige und Bischöfe die Ansiedlung jüdischer Kaufleute im Reichsgebiet. Auslöser dieser Politik sind hauptsächlich Wirtschaftsinteressen. Die Einwanderer genießen Handels- und Religionsfreiheit. Sie verfügen sogar autonome Gerichtsbarkeit in jüdischen Angelegenheiten.
Über das Verkehrsnetz der großen Flüsse gelangen jüdische Kaufleute auch nach Bayern. Bereits am Ende des 10. Jahrhunderts gründen sie eine urkundlich erstmals 981 bezeugte Gemeinde in Regensburg, es ist die älteste auf bayerischen Boden. Wie Grabungen aus jüngster Zeit belegen, ist da Regensburger Judenviertel bereits um das Jahr 1000 ein baulich gut ausgestattetes Wohnquartier. Das Zentrum bildet, wie in jeder jüdischen Gemeinde, eine Synagoge , um die sich eine Schule und ein Gerichtsgebäude gruppieren. Diese Siedlung wurde auf dem Gelände eines alten Römerlagers im Bereiche des heutigen Neupfarrplatzes errichtet.
Trotz aller aufkeimenden Spannungen ist das Hochmittelalter für die Regensburger Juden eine Blütezeit .Die seit 1195 gegründete Hochschule bestand ununterbrochen bis zur Katastrophe von 1519 und beherbergte zeitweise viel Studenten aus allen Teilen des Reichs.

Montag, 28. April 2014

Die Donau (Danubia)

Die weltberühmte Donau prägt einen ganzen Kontinent. Immer wieder haben die Menschen versucht, die Donau zu bezwingen. Über lange Strecken wurde sie kanalisiert und als moderne Wasserstraße ausgebaut. Doch bis heute haben sich an ihre Ufern außergewöhnliche Landschaften mit einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt erhalten können. Das obere Donautal, das schwäbische Donaumoos, die Weltenburger Enge oder die Isarmündung sind Naturparadiese, die in Deutschland ihresgleichen suchen. Geografisch gesehen ist zwar die Wolga der längste Strom Europas, doch kein anderer Fluß der Welt kann sich mit der kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt der Städte und Landschaften messen, die die Donau durchfließt. Heute durchquert der Strom zehn Länder  und vier Hauptstädte und ist damit der internationalste Fluß der Welt. Fast 3000 Kilometer legt sie auf ihren weg von der Quelle im deutschen Schwarzwald bis zu ihrem Delta an der rumänisch-ukrainischen  Küste des Schwarzen Meeres zurück.

Mittwoch, 2. April 2014

Deutschlands größter Künstler der Renaissance.

Albrecht Dürer(1471 – 1528) war Nürnbergs Stolz und der stechende Superstar im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Dürers Kupferstiche und Holzschnitte waren im späten Mittelalter etwas völlig Neues. Er war Künstler und Unternehmer. Er ist der erste wirkliche Selbstdarsteller in der Geschichte der Kunst mit seinem Selbstbildnis im Pelzrock. Sein Wohn- und Sterbehaus aus dem 15. Jahrhundert in Nürnberg wurde bereits 1828 zur Künstler-Gedenkstätte. Nun wurde es innerhalb 4 Jahren umgebaut und modernisiert. Nach der baulichen Umgestaltung wurde die Besucherführung komplett überarbeitet.

Samstag, 15. März 2014

Der Vater der bayerischen Geschichte.

Es ist Johannus Aventinus. Er wurde 1477  in Abensberg (Niederbayern) geboren. Die
Stadt feiert ihn als ihren größten Sohn. Er hieß eigentlich Johann Georg Turmair. Der Begabte studierte an den Universitäten Ingolstadt, Wien, Krakau und Prag. Nach Humanisten-Art latinisierte Turmair seinen Namen als „Aventinus“, der Abensberger.Er schrieb eine deutschsprachige Fassung der „Bayerischen Chronik“. Aventinus Geschichtswerk begründete die neuzeitliche Landesgeschichtsschreibung unter europäischer Perspektive. Die Wittelsbacher beriefen Aventinus 1517 zum ersten offiziellen Landeshistoriker Baierns. Im Zuge seiner Reisen durch Ober- und Niederbayern (die Oberpfalz gehörte damals der pfälzischen Linie der Wittelsbacher) schuf er nebenher die erste brauchbare Landkarte seiner Heimat. Eine Büste des Geschichtsschreibers ließ König Ludwig I. von Bayern in der Walhalla und in der Ruhmeshalle in München aufstellen. 1524 starb Aventinus in der ehemaligen freien Reichsstadt Regensburg. Begraben wurde er im Benediktinerkloster St. Emmeram zu Regensburg.