Freitag, 25. September 2009
Das ``Bayerische Meer``.
Der Chiemsee wird das Bayerische Meer genannt, weil er vielleicht mit 80 000 Quadratkilometern der größte See in Bayern ist. Oder, weil er im Sommer von tausenden Touristen überschwemmt wird. Seit rund 100 Jahren strömmen die Sommerfrischler und Touristen auf die Inseln, in die Schlösser. Nicht unschuldig daran ist König Ludwig II. Die Region ist auch ein herrliches Fleckchen in der weißblauen Ferienlandschaft. Der Chiemsee ist mit dem imposanten Panorama der Chiemgauer Berge ein Landstrich wie aus dem Bilderbuch. Allerdings für echte Wassersportler bleiben die Berge nur Kulisse. Es gibt genügend Strandbäder in Übersee, Grabenstädt, Chieming und Seebruck.. oder man legt sich direkt und kostenlos ans Ufer. Auch für die Radler sind gut beschilderte Wege vorhanden. Nach 60 Kilometer hat man den See umrundet.
Montag, 14. September 2009
Schloß Neidstein in der Oberpfalz.
Über ein Tal erhebt sich stolz Schloß Neidstein. Jahrhunderte lang lag das Schloß verborgen und vergessen im Oberpfälzer Wald im nahen Etzelwang bei Amberg. Plötzlich gehörte es drei Jahre lang Nicolas Cage. Und schlagartig wurde es hundertfach in der Boulevardpresse erwähnt. Für einige Wochen war die Region um die Oberpfälzer Hauptstadt öfters in ``Bunte`` und ``Vogue`` als sonst im einen Jahr. Nicolas Cage und seine europäischen Wurzeln wurden bekannt gemacht. Jetzt hat das Schloß einen neuen Besitzer. Der ehemalige Schloßherr zog, ohne jemals richtig eingezogen zu sein, fast unbemerkt wieder aus. Neuer Besitzer ist ein Rechtsanwalt aus Amberg, der es nicht für sich alleine will. Es könnte nun ein Museum oder ein internationales Jugendzentrum werden. Der Bürgermeister von Etzelwang hätte gern etwas Touristisches. Nun hat auch die Kommunalpolitik das Wort. Allerdings müßte es noch saniert werden, was etwas teurer wäre als das Schloß selbst.
Dienstag, 8. September 2009
Der Fluß Regen.
Der Regen (tschechisch Rezná) ist ein 169 km langer Fluß in Ostbayern und Tschechien. Der ``Große Regen`` entspringt im südlichen Böhmerwald und fließt bei Bayrisch Eisenstein auf deutsches Staatsgebiet. Die Quelle des ``Kleinen Regens`` befindet sich am Fuße vom Großen Rachel in Tschechien. In Zwiesel entsteht durch Zusammenfluß von Großen und Kleinen Regen der ``Schwarze Regen``. Er durchfließt die beiden Stauseen Höllensteinsee und Blaibacher See. Der ``Weiße Regen`` entspringt dem Kleinen Arbersee. Ab dem Zusammenfluß des Weißen und Schwarzen Regen bei Bad Kötzting trägt der Fluß den Namen Regen. Bei den Einheimischen werden jedoch die Quellflüsse alle als Regen bezeichnet . In Regensburg mündet der Regen in die Donau. Von der Donau zweigt bei der Autobahnbrücke der Europakanal ab, der nach gut 2 km in den Regen mündet.
Früher gab es auf dem Regen Flößerei. Im 17. Jahrhundert wurde von Zwiesel bis Regensburg wegen der im Fluß betriebenen Perlenzucht ein Holzfluderverbot erlassen. Bis zu 1200 Muscheln mußten für einen Perlenfund geöffnet werden.
Viele Orte haben einen Bezug zum Flußnamen (Regen, Weißenregen, Regenpeilnstein, Regenstauf usw.) Regensburg ist dagegen nur indirekt an dem Namen Regen angelehnt, da er vom lateinischen Castra Regina (Lager am Regen) abgeleitet ist. Heute erlangt eine zunehmende Bedeutung der Tourismus am Regen. Für Wanderer und Radfahrer besteht ein ausgebautes Wegenetz. Außerdem ist der Regen bekannt als einer der schönsten Bootswanderflüsse.
Früher gab es auf dem Regen Flößerei. Im 17. Jahrhundert wurde von Zwiesel bis Regensburg wegen der im Fluß betriebenen Perlenzucht ein Holzfluderverbot erlassen. Bis zu 1200 Muscheln mußten für einen Perlenfund geöffnet werden.
Viele Orte haben einen Bezug zum Flußnamen (Regen, Weißenregen, Regenpeilnstein, Regenstauf usw.) Regensburg ist dagegen nur indirekt an dem Namen Regen angelehnt, da er vom lateinischen Castra Regina (Lager am Regen) abgeleitet ist. Heute erlangt eine zunehmende Bedeutung der Tourismus am Regen. Für Wanderer und Radfahrer besteht ein ausgebautes Wegenetz. Außerdem ist der Regen bekannt als einer der schönsten Bootswanderflüsse.
Sonntag, 30. August 2009
``Längste Burg der Welt`` in Bayern.
Burghausen im oberbayerischen Landkreis Altötting feiert Burg-Rekord. Der Hotelier Reisinger hatte die Aufnahme ins Guinness Buch der Rekorde eingeleitet und dafür wird ihm die Urkunde ausgehändigt. Mit einer Nord-Südausdehnung von über 1000 Metern erstreckt sich die Burganlage samt ihrer sechs Innenhöfe auf einer schmalen Bergzunge. Die Anlage wurde unter den Wittelsbachern vom 12, Jahrhundert an ausgebaut. Sie war zeitweise die Residenz der Herzöge von Niederbayern. Burghausen zählt mit dem Ensemble aus pittoresker Altstadt, berühmter Burg und Salzachtal zu den bekanntesten Ausflugszielen in Südostbayern. Zur Baugeschichte der Burg erfährt man näheres auf der Internetseite der Stadt Burghausen.
Freitag, 28. August 2009
Eixendorfer Stausee.


Die Schwarzach ist ein linker, rund 60 km langer Zufluß der Naab bei Schwarzenfeld in der Oberpfalz. Sie wurde in den siebziger Jahren zwischen Neunburg v.W. und Rötz zur Hochwasserregulierung und Stromgewinnung zum Eixendorfer See angestaut.
In diesem See versank der Ort Eixendorf und die ehemalige Bahnlinie. Die kristallklare Schwarzach speist den ca. 6 Kilometer langen Stausee; ein Gewässer voller bissiger Räuber. Hier stehen die Räuber, Hecht, Zander, Waller, Aal und Rapfen Schlange. Ein Dorado
für Angler. Auskunft erteilt der Fischereiverein e.V. Neunburg .v.W.
An manchen Stellen schmiegt sich das herrliche Naherholungsgebiet harmonisch an den Oberpfälzer Wald. In Hillstett trifft man auf die Vorsperre. Am Hauptsee in Gütenland vergnügen sich die Camper im Haus-Seeblick der Familie Mehltretter Auch ein Panorama-Hotel am See ist zu finden.
Freitag, 14. August 2009
Der Sylvensteinspeicher
Der Sylvensteinspeicher ist idyllisch eingebettet in die Landschaft, im Hintergrund ein herrliches Alpenpanorama und wirkt so, als sei er schon immer dagewesen. Doch es ist nicht so, denn er wurde vor 50 Jahren von Menschenhand geschaffen und erfüllt einen ganz besonderen Zweck. Ein kleines Dorf wurde komplett umgezogen, um das Isartal zu retten: vor zu viel Wasser und vor zu wenig.1959 wurde das letzte Haus der Ortschaft Fall abgerissen und das Tal zu einem riesigen Stausee geflutet. Die Bewohner von Fall fanden ihre neue Heimat, trotz heftigen Widerstand, einige Hundert Meter weiter südlich, im neuen Dorf Neu-Fall. Nun regulieren zwei Kraftwerke an der Talsperre den Wasserstand und produzieren jede Menge Strom.
Mittwoch, 5. August 2009
Von Prag nach Konstanz, ein Weg ins Feuer.
Im Jahre 1414 kam der 45jährige Jan Hus auf dem Weg zum Konstanzer Konzil auch durch die Oberpfalz. Die Sympathiebekundungen der Bevölkerung sollten sich schon bald in Furcht und Entsetzen verwandeln. Trotz versprochenes freies Geleit und unbehelligte Rückkehr nach Böhmen durch den Kaiser Sigismund, landete der tschechische Reformer auf dem Scheiterhaufen. Auch die ``Obere Pfalz``, heute Oberpfalz, wurde hineingerissen in die Raubzüge der Jan Hus Anhänger, den Hussiten. Jahrhunderte sind seitdem vergangen. Doch der Hussitenkrieg hat seine Spuren hinterlassen. Vor allem in den Oberpfälzer Freilichtspielen. Die Aufführungen in Neunburg vorm Wald (``Der Hussenkrieg``), in Furth im Wald (``Der Drachenstieg``) oder in Bärnau (``Jan Hus-ein Weg ins Feuer``) erinnern an das dunkle Kapitel deutsch-tschechischer Nachbarschaftsgeschichte.
Lebendige Spuren der Hussen-Kriege werden durch moderne Technologie veranschaulicht. Die ``Hussitische Enzyklopädie`` hat hierfür eine CD-ROM geschaffen, herausgegeben vom Hussiten-Museum im tschechischen Tabor.
Lebendige Spuren der Hussen-Kriege werden durch moderne Technologie veranschaulicht. Die ``Hussitische Enzyklopädie`` hat hierfür eine CD-ROM geschaffen, herausgegeben vom Hussiten-Museum im tschechischen Tabor.
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