Samstag, 11. September 2010

Die Gladiatoren von Regensburg.

Regensburger Studenten wagten ein Experiment und lebten wie die antiken Profikämpfer. Sie absolvierten eine anstrengende und intensive Vorbereitung auf ein ungewöhnliches Projekt. Drei Wochen lang wohnten, aßen und trainierten sie wie die Kämpfer in der Antike im niederösterreichischen Carnuntum. Für sie galt nun Glatiatorenkampf statt Vorlesung. Vom Hörsaal in den Sand eines römischen Amphitheaters. Die Forscher wollten klären, ob es möglich ist, aus einem Menschen des 21. Jahrhunderts einen Gladiatorr nach antiken Vorbild zu machen. Sie erhofften sich nicht nur ein besseres Verständnis der Lebensumstände der Kämpfer, sondern auch Erkenntnisse für die Ernährungs- und Sportwissenschaft.

Freitag, 3. September 2010

Die Teufelshöhle in Pottenstein.

Die Stadt Pottenstein liegt im Herzen der Fränkischen Schweiz. Als eine Besonderheit der Region zählt die Teufelshöhle. Sie ist die größte der etwa 1000 Höhlen in der Fränkischen Schweiz. Und sie gehört zu den kommerziell besterschlossenen Schauhöhlen Deutschlands. 1922 erschlossen, wurde die Höhle innerhalb 10 Jahren auch für "normale" Bürger zugänglich gemacht. Inmitten von Stalagmiten und Stalagtiten finden die Besucher auch wunderbare Abkühlung. Das ganze Jahr herrscht in der Höhle eine konstante Temperatur von 9 Grad Celsius. Die absolute Stille, eine reine Luft und bizarren Tropfsteingebilden versetzen den Höhlengast in eine andere Welt. Zeit spielt keine Rolle. So benötigt ein Stalagmit oder Stalagtit 13 Jahre um einen Millimeter zu wachsen.

Freitag, 27. August 2010

200 Jahre Oktoberfest.

Die Feierlichkeiten anläßlich des Jubiläums beginnen auf der Theresienwiese bereits am 17. September, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Oktoberfestes. Eigentlich war die Wiesn ein großes Hochzeitsfest für Münchens Bürger. Der Höhepunkt war ein Pferderennen. 200 Jahre nach der bayerischen - .sächsischen Traumhochzeit findet auf dem Südteil der Theresienwiese vom 17. September bis 4. Oktober eine Jubiläumsfeier statt. Höhepunkte sind ein historischer Trachtenzug, ein Pferderennen und eine Hochzeit.

Samstag, 21. August 2010

80 Jahre Zugspitzbahn.

Genau 2962 Meter ist sie hoch: die Zugspitze. Sie ist der höchste Gipfel Deutschlands und damit eine Touristenattraktion. Doch der Aufstieg ist mühsam, deshalb kommen die wenigsten zu Fuß. die meisten fahren mit der Zahnradbahn – und die feiert ihren 80. Geburtstag. Im Juli 1930 war die komplette Strecke, 19 km, von Garmisch auf die Zugspitze fertiggestellt. Mehr als sieben Kilometer ist die Bahn auf normalen Schienen unterwegs, ehe sie in Grainau zur Zahnradbahn wird. Sie ist eine von vier noch in Betrieb befindlichen Zahnradbahnen, ein großes Stück Technikgeschichte. Im September plant die Betreibergesellschaft in Grainau ein Volksfest zum Jubiläum der Zugspitzbahn.

Donnerstag, 12. August 2010

Der Baumwipfelpfad.

Der längste Baumwipfelpfad, der Baumwipfelpfad Bayerischer Wald, steht in der Nationalparkgemeinde Neuschönau Er ist das neue Wahrzeichen des Bayerischen Waldes. Mit einer Länge von 1320 m und einer Höhe von 44 m ist er der weltweit größte Baumwipfelpfad. Damit kann man die Natur und die Eigenheiten der Region aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Entlang des Baumwipfelpfades sind informative und interessante Stationen installiert. Man geht praktisch über den Wald spazieren. Der lange Steg endet auf der Plattform des beeindruckenden Aussichtsturmes mit einer tollen Aussicht.

Mittwoch, 4. August 2010

Further Drachenstich.

Der Further Drachenstich in Furth im Wald in der Oberpfalz gilt als ältestes Volksschauspiel Deutschlands. Im vergangenen Jahr spielte zum letzten Mal der altersschwache Drache von 1974 die Hauptrolle. Heuer hatte der neue Premiere. Der neue 2,3 Millionen teure Drache ist 16 Meter lang, 4,5 Meter hoch und 10 Tonnen schwer. Der lebensecht wirkende Drache ist voll beweglich, kann gehen, den Kopf heben und drehen, hat eine lebensechte Mimik, einen beweglichen Schwanz, kann die Flügel spreizen, Feuer und Rauch spucken, sowie brüllen. Zur Zeit ist er der weltgrößte Roboter auf vier Beinen. "Furth lebt, solange der Drachen stirbt", das ist das Motto des Spektakels.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Heinrich Heine im Tempel für die Deutschen.

Der Bayernkönig Ludwig I. (1786 – 1868) ließ auf den Breuberg bei Donaustauf einen griechischen Tempel aus dem Boden stampfen und nach dem Paradies für nordische Krieger benennen, die Walhalla. Die Versammlung marmorner Köpfe –Künstler und Denker, Kämpfer und Lenker- soll "der Erstarkung und Vermehrung teutschen Sinnes" förderlich sein. Zuletzt wurden Sophie Scholl und Carl Gauß in die Walhalla aufgenommen. Jetzt steht auch Heinrich Heine in der Walhalla. Der Dichter ist der 130. deutsche Kopf, der mit einer Büste in der Ruhmeshalle über Donau geehrt wurde. Als bedeutendster Dichter und Schriftsteller des 19. Jahrhunderts findet er dort zu Recht seinen Platz..
Die Walhalla ist, ganz im sinne Ludwigs, für neue Köpfe offen. Über die Neuaufnahmen entscheidet die Bayerische Staatregierung. Die Landtagsparteien denken vor allem an Männer aus den eigenen Reihen. Die CSU möchte Franz Josef Strauß in den Tempel schicken, die SPD plädiert für Kurt Eisner.