Freitag, 15. März 2019

Butteri di Bassa Maremma.

Maremma ist eine Landschaft in der südlichen Toskana. Die Aufgaben der Butteri waren von jeher die halbwild lebenden Rinderherden zu betreuen. Buttero ist der Urtyp des klassischen Cowboy, der mit seinem Pferd der wilden und unzugänglichen Natur der Maremma konfrontiert war. Er reitet das typische Pferd der Maremma, einen Maremanno. Eine Pferderasse, die früher als Wagen- und Hirtenpferd eingesetzt wurde. Es wurde als Reitpferd weiterentwickelt. Der Job des Buttero ist damals wie heute ein harter Knochenjob. Auch heute noch hüten sie ihre Maremanno-Rinder. Zwar sind mit der Trockenlegung der Sümpfe Krankheiten verschwunden, da für ist der Verdienst bescheiden.
Im Parco Naturale della Maremma bei Alberese verdienen sich die Butteri mit Rodeo-Veranstaltungen  ein kleines Zubrot. 

Dienstag, 5. März 2019

Leonardo da Vinci

Am 15 . April 1452 wurde in Anchiano, nahe bei Vinci, die faszinierendste Erscheinung der Renaissance , Leonardo da Vinci, geboren. Die Mutter war ein Bauernmädchen, Caterina.
Der Vater ein vermögender Anwalt aus der Gegend von Florenz .In dem Jahre von Leonardos Geburt nahm sich der Anwalt eine Frau aus seinem eigenen Stand. Caterina überließ dem Vater das hübsche Kind ihrer Liebe. So wuchs Leonardo in halb aristokratischer Umgebung, aber ohne Muterliebe, heran.
Unterdessen war sein Vater ein reicher Mann geworden und zog mit Familie nach Florenz.
In Florenz verbrachte Leonardo seine Lehrjahre bei Verrocchio. Der war ein bedeutender Bildhauer, Maler und Goldschmied. In diesem Atelier lernte und arbeitete er etwa von 1470-1477.
Leonardo interessierte sich für alles. Jede Haltung und Tätigkeit des menschlichen Körpers, jeder Ausdruck des Gesichtes bei jungen und alten Menschen, die Organe und Lebensäußerungen der Tiere und Pflanzen. Der Mathematiker in Leonardo lag meistens mit dem Künstler in Streit – und war doch öfters sein Gehilfe.
1482 bewarb er sich beim Regenten von Mailand. Nach zehnjähriger Tätigkeit in Mailand bekam er den Auftrag für das Abendmahl. Leonardo war neben Maler, Erfinder, Naturforscher und Architekt. Es sei nie auf der Welt ein Mann geboren worden, der soviel gewußt habe wie Leonardo. Er habe sich auch als ein großer Philosoph erwiesen.
In den Jahren 1503 bis 1506 arbeitete Leonardo mit Unterbrechungen am Bildnis der Mona Lisa.
1515 eroberte der König von Frankreich Mailand zurück und forderte Leonardo auf , dorthin zu kommen. Zu Beginn des Jahres 1516 nahm er Abschied von Italien und Leonardo wurde Hofmaler und Hofingenieur des Königs von Frankreich. In Dienste des französischen Hofes bezog er ein Haus bei Cloux, in der Nähe des Schloßes  Amboise.
Er war nun vierundsechzigjährig und krank. Er starb am 2. Mai 1519.
Leonardo da Vinci gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten.

(Auszug aus der Kulturgeschichte der Menschheit von Will Durant)

Montag, 28. Januar 2019

Cordoba

Letzte Station einer Entdeckungskur  im Hotelzug „ Al-Andalus“ ist Cordoba.
Der Hotelzug, 1929 geplant, ist aus dem legendären Orientexpress hervorgegangen.
Er bringt seine Gäste zu den Höhepunkten einer klassischen Andalusien-Rundfahrt.
Christliche, jüdische und islamische Gelehrte prägten die Blütezeit des einstigen Kalifats Cordoba. Einzigartig ist die Mezquita. Die heutige Kathedrale war die damalige Hauptmoschee. Sie ist ein typisches Beispiel für den Mudejarstil. Über 800 Säulen tragen die 11 Meter hohen Decke. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Moschee von maurischen und christlichen Königen durch An- und Umbauten wiederholt verändert. Aber bei allem Bauen blieb der maurische Charakter gewahrt.
Außer der Moschee bietet Cordoba den Fremden noch mehr. Eine über 200 Meter lange römische Brücke spannt sich über den Guadalquivir.
Aber auch ganz weltlich lassen sich die verschiedenen Kulturen erleben, die Andalusien prägten. Typisch sind zum Beispiel die Gerichte der drei Religionen auf der Speisekarte.
Cordoba war in früheren Zeiten bedeutender als Sevilla. Es war ein Kulturzentrum in Europa.
Die Cordobeser haben ihre eigenen Sitten, die sich von denen anderen andalusischen Städte unterscheiden. So pflegen die Männer von Cordoba ohne ihre Frauen auszugehen.
Sevilla para herir,
Cordoba para morir! (Garcia Lorca) 

Montag, 17. Dezember 2018

Das „ewige Lied“

Kein anderes Weihnachtslied ist so weit verbreitet wie das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“.
Dieses Lied vereinigt alle: die Kritischen und die Bodenständigen, die Intellektuellen und die
Einfachen. Es ruft Gefühle hervor, die jeder aus seiner Kindheit kennt. Und es wurde in vielen Sprachen übersetzt. Heute wird es auf der ganzen Welt als eigentliches Weihnachtslied gesungen. Vor 200 Jahren. am 24. Dezember 1818, erklang dieses Lied in der Schifferkirche St. Nikola in Oberndorf an der Salzach zum ersten Mal.
Es gibt heute ein Stille-Nacht-Museum. Das Museum in Oberndorf ist der Geschichte des Weihnachtsliedes gewidmet. Es befindet sich neben der Stille-Nacht-Kapelle, die an Stelle der ehemaligen Schifferkirche St. Nikola steht.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Flamenco

Flamenco gilt als traditionelle spanische Musik, geht jedoch auf Einflüsse unterschiedlicher Kulturen zurück. Die Entstehung  ist mit der historischen, sozialen und kulturellen Entwicklung Andalusiens eng verbunden. Die Wiege des Flamencos, unter maurischen Einfluß, sind die größeren Städte am unteren Guadalquivir.
Der cante (Gesang) bildet die Grundlage des Flamencos. Zum cante gesellen sich der Rhythmus (die palmas, das Händeklatschen), der Tanz (baile) und zuletzt die Gitarrenbegleitung. Zwischen Gesang und Tanz herrscht ein Wechselspiel. Beim Flamenco ist jeder Teil des Körpers beteiligt, ja sogar die Blickrichtung ist wichtig. Figuren des Flamencos sind z.B. : Castellana, Escobilla, Despiante und Pata.
Die Junta de Andalucia hat 2014 bekannt gegeben, daß Flamenco ab dem Schuljahr 2014/2015 offiziell in den Lehrplan aufgenommen wird.
Begründung: Flamenco ist in der andalusischen Kultur tief verankert.       

Sonntag, 4. November 2018

Guadalquivir

Senor Gudalquivir ist mit einer Länge von 650 km der längste Fluß Andalusiens. Sein Name ist eine arabische Bezeichnung „Wadi al Kabir“. der große Fluß. Er entspringt im Gebirgszug der Siera Cazorla (Provinz Jaén) und mündet bei Sanlúcar Barrameda in den Golf von Cadiz. Dabei grenzt er an den großen Nationalpark Coto de Donana. Das Schwemmland des Unterlaufs, das Las Marismas, ist die Heimat verschiedenster Vogelarten.
Der Guadalquivir ist der einzige schiffbare Fluß in Spanien. Derzeit ist er bis Sevilla auch für Hochseeschiffe schiffbar. Zur Zeit der Römer war er bis Cordoba  befahrbar. 

Donnerstag, 1. November 2018

Père Lachaise

Le Cimitière du Père Lachaise ist der größte Friedhof von Paris. Eine Anlage mit 44 Hektar. Er ist nach dem Jesuitenpater Francois d`Aix de Lachaise benannt, auf dessen Gärten wurde der Friedhof errichtet. Heute ist er einer der meist besuchten Stätten in Paris. Für viele Pariser ein Park zum Flanieren, mitten in Paris. Alle Besucher haben ein persönliches Verhältnis zu diesem Friedhof, auf dem Berühmtheiten begraben sind.
Père Lachaise ist nicht nur eine Stätte der Ruhe und des Gedenken, sondern auch ein Refugium. Es ist ein ewiger Garten.