Sonntag, 3. Juli 2011

Das kleinste Nutztier der Menschheit.

Die Honigbiene ist das kleinste Haustier der Menschen. Sie ist zwar das kleinste, dafür aber sein drittwichtigstes - nach Rindern und Schweinen und noch vor dem Geflügel. Obstbauern und Winzer hätten ohne Bienen kaum etwas zu ernten. Auch Honig gäbe es keinen. Bienen bilden eine äußerst differenzierte Arbeitsteilung aus. Sie sind Ingenieure, Architekten und Meister der Vorratswirtschaft. Sie navigieren und kommunizieren auf hohen Niveau und leisten ein komplexes Sozialsystem. Doch die Leistungen der Bienen wurden den meisten Menschen erst bewußt, als immer öfter Probleme bei Bienenvölker berichtet wurde. Zuerst war es nur die gefährliche Varroa-Milbe , nun ist auch noch das rätselhafte Bienensterben hinzu gekommen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Elba, Burgen und Wallfahrtsorte.


Elba ist reich an Wallfahrtskapellen. Was die Kapellen oder Kirchen miteinander verbindet, ist ihre reizvolle und ruhige Lage. Meist in den Bergen mit herrlicher Rundsicht und weitab von touristischen Betrieb.
An einer Felswand des Monte Castello, nördlich von Porto Azzurro, steht zur Erinnerung an die Zeit der Spanier, die Wallfahrtskirche Monserrato. Sie wurde zum Andenken an das spanische Bergkloster Montserat um die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut. In Lacona wurde im 16. Jahrhundert von Bürgern aus Capoliveri die Wallfahrtskirche Madonna della Neve errichtet. Am Nordhang des Monte Giove bei Marciana Alta, eines der ältesten Bergdörfer der Insel, wurde Madonna del Monte erbaut. Im August 1814 hatte hier in aller Abgeschiedenheit Napoleon seine Geliebte Maria Waleswka und seinen Sohn Alexander getroffen. Zu den Wallfahrtskirchen führt meistens ein Kreuzweg. Bei Capoliveri ist die Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie errichtet. Sie hat ein besonders schönes Deckengemälde.
Die Ruine der Fluchtburg Volterraio ist der ehrwürdige Rest der bewegten Vergangenheit der Insel. Es ist die älteste Festung Elbas. An der Panoramastraße von Monte Perone hinab nach San Piero steht der Glockenturm der Kirchenruine San Giovanni.


Dienstag, 28. Juni 2011

Vor fünf Jahren fielen die tödlichen Schüsse.

Es war der erste frei lebende Bär nach mehr als 170 Jahren in Deutschland. Brunos Besuch in Bayern währte allerdings nur wenige Wochen An mehreren Orten in Oberbayern riß er unter anderen Schafe, Hühner und Tauben. Als "Problembär" eingestuft, wurde er zum Abschuß freigegeben. Nachdem finnische Jäger mit Bärenhunden vergeblich versucht hatten , Bruno zu fangen erschoß ein Jäger Bruno im Rotwandgebiet beim Spitzingsee. Nun wurde er ausgestopft und im Museum Mensch und Tier in München zur Schau gestellt.

Dienstag, 21. Juni 2011

Moore in Bayern.

Moore sind eigentlich immer etwas besonderes, nicht nur wegen der seltenen Tiere und Pflanzen, die es dort gibt. Von den ursprünglichen Moorflächen Bayerns sind nur noch fünf Prozent erhalten. 95 Prozent hat man entwässert, um sie landwirtschaftlich nutzen zu können. Erst allmählich setzt sich nun das Bewußtsein durch, daß sie nicht nur wichtige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten darstellen. Heute weiß man, daß Moore auch eine wichtige Rolle im Klimaschutz spielen. Unter der Wasseroberfläche ist Kohlenstoff aus zehntausend Jahren eingelagert. Wird der Wasserspiegel im Moor gesenkt, oder gar der entwässerte Boden umgebrochen, entweicht der bis dahin eingelagerter Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid in die Luft und trägt zum sogenannten Treibhauseffekt bei. Das ist einer der Gründe, warum derzeit in Bayern viele Moore renaturiert werden

Dienstag, 14. Juni 2011

Ein Hindu in der Klosterküche.

Auf der Fraueninsel im Chiemsee serviert Nicky Sabnis aus Mumbay ayurvedische Gerichte.Die Geschichte des indischen Ayurvedes-Kochs im Benediktinerinnen-Kloster Frauenwörth im Chiemsee ist die Geschichte einer kulinarischen Annäherung. Vor allem zwischen dem indischen Koch und der Schwester Scholastika, der schottischen Nonne. Die für den Seminarbereich zuständige Nonne , hatte nicht unbedingt auf Ayurveda gewartet. Als Sabnis auf die Insel kam, prallten kulinarische Welten aufeinander. Bei einen Ausflug auf die Fraueninsel erfuhr er, daß man dort einen Koch sucht. Er bekam eine Chance und durfte vorkochen. Am Ende des Abends sagte Schwester Scholastika zu ihm : "Der bleibt da"! An diesem Abend hat sich der Hindu aus Mumbai das Herz der schottischen Nonne erkocht.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Störfall Wackersdorf.

Vor 25 Jahren, es ist der 19. Mai 1986, Pfingstmontag. Wenige Wochen nach dem Super-Gau in Tschernobyl. Viele Menschen sind an den Bauzaun der geplanten Wiederaufarbeitungsankage (WAA)
in Wackersdorf gekommen. Steine fliegen und Gasgranaten, die Gewalt eskaliert. Wackersdorf in der Oberpfalz war das Symbol für den Widerstand gegen Atomenergie. Bis 1989 war die Region Schauplatz von friedlichen wie gewalttätigen Protest. Am 31. Mai 1989 feierte die Umweltbewegung schließlich ihren größten Sieg: die Bagger wurden abgezogen. Die Erinnerung kehrt oft zurück, obwohl alle Spuren beseitigt sind. Der
Taxöldener Forst bei Wackersdorf wird heute von flachen Fabrikgebäuden geprägt, in denen
3500 Menschen arbeiten.

Samstag, 14. Mai 2011

Münchner Ehrenpreis-Verleihung.

Ein Urgestein der Kabarettisten, der Größte seiner Zunft, Dieter Hildebrandt, erhielt den Ehrenpreis der Stadt München. Er schreibt Kabarettgeschichte. Aus den Zeitkritiker ist ein Zeitzeuge geworden. Meilensteine sind von 1956 bis 1972 die "Lach-und Schießgesellschaft".
Die Trennung war für seine Fans überraschend, den ab 1972 machte er für das ZDF die
"Notizen aus der Provinz". Nach 66 Folgen war 1979 Schluß. Von 1980 bis 2009 waren im Sender freies Berlin (SFB) die"Scheibenwischer" zu sehen. Daraufhin blendete sich der Bayerische Rundfunk auf Weisung von Fernsehdirektor Oeller aus dem ARD Verbund aus. Eine bessere Werbung als den TV-Ausstieg des BR konnte sich Hildebrandt nicht wünschen.
Mit seine 83 Jahren steht er immer noch auf der Bühne."Nie wieder achtzig"!!