Dienstag, 21. Januar 2014

Trüffel-Suchen.

Wie wird man Trüffelsucher? Ganz einfach ist das nicht. Man braucht dazu einen teuren Trüffelhund (insbesondere der Rasse Legatto). Die bekannten Trüffelschweine aus Frankreich sind nicht ideal zum Suchen, denn sie fressen die Trüffel selbst gerne. In Italien sind sie sowieso verboten. In Italien ist zum Suchen außerdem eine Lizenz erforderlich. Um eine Lizenz zu erhalten, ist ein Wohnsitz in Italien, die italienische Sprache und eine Prüfung  -mündlich und schriftlich-  erforderlich. Wenn man sie bestanden hat, sind noch 90 Euro Gebühr zu entrichten und der Schein kann bei der Forstbehörde abgeholt werden.
Wenn der Trüffel aus der Erde kommt, wird er geputzt und anschließend mit dem Hobel
weiterverarbeitet. Der Trüffel ist der teuerste Speisepilz und wird als würzige Zutat verwendet.

Freitag, 17. Januar 2014

Das Ende und der Neubeginn der blühenden Klosterkultur in Bayern.

Vor 200 Jahren gab es in Bayern kein einziges zugelassenes Kloster mehr. Im Zuge der Säkularisation ließ die Regierung in München 1803 alle Klöster enteignen. Erst durch König Ludwig I: entstanden konkrete Pläne der Wiederbelebung von Klöstern in Bayern. Durch den König wurden leerstehende Klöster, wie Metten. Weltenburg und Scheyern, wieder belebt und mit Vermögen ausgestattet. Mühevoll gestaltete sich das suchen nach  Mönche, die bereit waren, den Neubeginn zu wagen.
In keinem anderen deutschen Bundesland existieren so viele Klöster wie im Freistaat Bayern,
dem Klosterland.

Kaspar Hauser - Rätsel seiner und unserer Zeit.

1828 taucht ein torkelnder Halbwüchsiger auf dem Nürnberger Unschlittplatz auf. Der unbekannte Findling geht als Kaspar Hauser in die Geschichte ein. Königliche Hoheit  oder krimineller Hochstapler. War er der Prinz von Baden? Der etwa 16-jährige konnte sich so schlecht auf den Beinen halten und konnte kaum sprechen. Zwei anonyme Briefe, die er bei sich trägt, deuten darauf hin , daß der Junge absichtlich in Nürnberg abgesetzt wurde. Hausers Zeit in Nürnberg endet mit der Übersiedlung nach Ansbach. Dort stirbt er 1833 an den Folgen einer Stichverletzung. Der Fall stößt auch international auf Interesse und Kaspar Hauser wird zum Kind Europas. Die Inschrift auf dem Grab in Ansbach lautet: „Unbekannt die Herkunft, Geheimnisvoll der Tod“! Sein Rätsel lebt bis heute Weiter.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Der Nußknacker aus Franken.

Ein Nuß-Pfiffikus aus Franken ist Nußbauer.  Und das ist er auf besonderer Art und Weise.
Er kauft seine Nußstauden nicht in der Baumschule, denn er will seine eigenen Pflanzen züchten. Er setzt auf türkische Haselbäume und fränkische Edelreiser. Auf diese Art und Weise mischen sich Vorteile der einzelnen Pflanzen. Die türkischen Nußstauden wurzeln tiefer und die fränkischen Nüsse sind geschmackvoller und zudem größer. Die Kollegen belächeln den Nuß-Pfiffikus. Sie meinten seine Kreuzungen würden nicht wachsen. Er  soll sich doch lieber in den Baumschulen mit Nußstauden eindecken. Aber das weckte erst recht seinen Pioniergeist und schließlich ist er ja gelernter Baumschulgärtner und ein „sturer Franke“!

Dienstag, 5. November 2013

Baurecht bringt Baumhaus zu Fall.

Sieben Stockwerke hoch und bis zu 15 Meter über den Boden: In 15 Monaten haben Jugendliche in Lappersdorf bei Regensburg das wahrscheinlich „größte Baumhaus Deutschland“ gebaut. Nun muß es abgerissen werden. Als die Lokalzeitung darüber berichtet und die Marktgemeinde von der Geschichte erfuhr, reagierte sie umgehend. Da der Bau auf Gemeindegrund steht, würde der Bürgermeister bei einem Unglück in die Haftung genommen. Außerdem ist der Bau nicht rechtmäßig. Nun ist das Mega-Bauhaus Geschichte.
Für rund 2000 Euro wurde das Baumhaus abgerissen. Zum Trost der jungen Leute übernahm die Marktgemeinde die Kosten des Abrisses.

Samstag, 19. Oktober 2013

150 Jahre Befreiungshalle Kelheim.

Von den Einen geliebt und geachtet, von den Anderen vergessen und verachtet. Das ist die Befreiungshalle in Kelheim. An dem Rundbau, der auf dem Michelsberg über der Stadt thront, scheiden sich die Geister seit 150 Jahren.
Die unter König Ludwig I. errichtete Befreiungshalle war vor genau 150 Jahre eröffnet worden und soll an die Befreiungskriege gegen Napoleon vor 200 Jahren erinnern.
Jedoch 1987 machten Bundeskanzler Kohl und der französische Präsident Mitterand bei einem gemeinsamen Besuch die Befreiungshalle, die ursprünglich dem Krieg gegen Frankreich gewidmet war, endgültig zum Wahrzeichen der Versöhnung.  

Donnerstag, 12. September 2013

Deutschland schönstes Naturwunder.

Der Rauhe Kulm ist nun  Deutschlands schönstes Naturwunder 2013. Bei der Abstimmung der Hein-Sielmann-Stiftung ging er als Sieger hervor. Damit löst der Rauhe Kulm die Insel Helgoland als schönstes Naturwunder ab. Die Abstimmung findet jährlich statt.
Der Rauhe Kulm ist ein Vulkankegel aus Basalt. Er schiebt sich 700 Meter aus der Erde und ist gekrönt mit einem Aussichtsturm. Man hat einen herrlichen Ausblick über das Fichtelgebirge und den nördlichen Oberpfälzer Wald. Nur 25 Kilometer Luftlinie entfernt befindet sich der Basaltkegel Parkstein . Beide zählen zu den imposantesten Basaltbergen Bayerns.