Dienstag, 13. Mai 2014

20 Jahre Kanaltunnel.

Das lang geplante und kostspielige Tunnelbauprojekt (15 Mrd. Euro) wurde 1993 fertiggestellt und 1994 freigegeben. Der Eisenbahntunnel ist 50 km lang unter der 38km breiten „Straße von Dover“, zwischen Folkestone in Kent und Coquelles nahe Calais. Die Öffnung der ersten Landverbindung zum Kontinent war in Großbritannien von einiger Nervosität begleitet worden. Sollte Großbritannien nicht eine Insel bleiben. Umfragen zeigten, daß mehr als die Hälfte der Bevölkerung den Tunnel ablehnten. Sie befürchteten Züge voller Terroristen und Schmuggler. Dazu kam die Angst, daß der Tunnel das perfekte Ziel für die Bomben der nordirischen Organisation  IRA wäre.
Am Ende blieb die Katastrophe aus.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Älteste jüdische Gemeinde in Bayern.

Seit dem 9. Jahrhundert fördern Kaiser, Könige und Bischöfe die Ansiedlung jüdischer Kaufleute im Reichsgebiet. Auslöser dieser Politik sind hauptsächlich Wirtschaftsinteressen. Die Einwanderer genießen Handels- und Religionsfreiheit. Sie verfügen sogar autonome Gerichtsbarkeit in jüdischen Angelegenheiten.
Über das Verkehrsnetz der großen Flüsse gelangen jüdische Kaufleute auch nach Bayern. Bereits am Ende des 10. Jahrhunderts gründen sie eine urkundlich erstmals 981 bezeugte Gemeinde in Regensburg, es ist die älteste auf bayerischen Boden. Wie Grabungen aus jüngster Zeit belegen, ist da Regensburger Judenviertel bereits um das Jahr 1000 ein baulich gut ausgestattetes Wohnquartier. Das Zentrum bildet, wie in jeder jüdischen Gemeinde, eine Synagoge , um die sich eine Schule und ein Gerichtsgebäude gruppieren. Diese Siedlung wurde auf dem Gelände eines alten Römerlagers im Bereiche des heutigen Neupfarrplatzes errichtet.
Trotz aller aufkeimenden Spannungen ist das Hochmittelalter für die Regensburger Juden eine Blütezeit .Die seit 1195 gegründete Hochschule bestand ununterbrochen bis zur Katastrophe von 1519 und beherbergte zeitweise viel Studenten aus allen Teilen des Reichs.

Montag, 28. April 2014

Die Donau (Danubia)

Die weltberühmte Donau prägt einen ganzen Kontinent. Immer wieder haben die Menschen versucht, die Donau zu bezwingen. Über lange Strecken wurde sie kanalisiert und als moderne Wasserstraße ausgebaut. Doch bis heute haben sich an ihre Ufern außergewöhnliche Landschaften mit einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt erhalten können. Das obere Donautal, das schwäbische Donaumoos, die Weltenburger Enge oder die Isarmündung sind Naturparadiese, die in Deutschland ihresgleichen suchen. Geografisch gesehen ist zwar die Wolga der längste Strom Europas, doch kein anderer Fluß der Welt kann sich mit der kulturellen und wirtschaftlichen Vielfalt der Städte und Landschaften messen, die die Donau durchfließt. Heute durchquert der Strom zehn Länder  und vier Hauptstädte und ist damit der internationalste Fluß der Welt. Fast 3000 Kilometer legt sie auf ihren weg von der Quelle im deutschen Schwarzwald bis zu ihrem Delta an der rumänisch-ukrainischen  Küste des Schwarzen Meeres zurück.

Mittwoch, 2. April 2014

Deutschlands größter Künstler der Renaissance.

Albrecht Dürer(1471 – 1528) war Nürnbergs Stolz und der stechende Superstar im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Dürers Kupferstiche und Holzschnitte waren im späten Mittelalter etwas völlig Neues. Er war Künstler und Unternehmer. Er ist der erste wirkliche Selbstdarsteller in der Geschichte der Kunst mit seinem Selbstbildnis im Pelzrock. Sein Wohn- und Sterbehaus aus dem 15. Jahrhundert in Nürnberg wurde bereits 1828 zur Künstler-Gedenkstätte. Nun wurde es innerhalb 4 Jahren umgebaut und modernisiert. Nach der baulichen Umgestaltung wurde die Besucherführung komplett überarbeitet.

Samstag, 15. März 2014

Der Vater der bayerischen Geschichte.

Es ist Johannus Aventinus. Er wurde 1477  in Abensberg (Niederbayern) geboren. Die
Stadt feiert ihn als ihren größten Sohn. Er hieß eigentlich Johann Georg Turmair. Der Begabte studierte an den Universitäten Ingolstadt, Wien, Krakau und Prag. Nach Humanisten-Art latinisierte Turmair seinen Namen als „Aventinus“, der Abensberger.Er schrieb eine deutschsprachige Fassung der „Bayerischen Chronik“. Aventinus Geschichtswerk begründete die neuzeitliche Landesgeschichtsschreibung unter europäischer Perspektive. Die Wittelsbacher beriefen Aventinus 1517 zum ersten offiziellen Landeshistoriker Baierns. Im Zuge seiner Reisen durch Ober- und Niederbayern (die Oberpfalz gehörte damals der pfälzischen Linie der Wittelsbacher) schuf er nebenher die erste brauchbare Landkarte seiner Heimat. Eine Büste des Geschichtsschreibers ließ König Ludwig I. von Bayern in der Walhalla und in der Ruhmeshalle in München aufstellen. 1524 starb Aventinus in der ehemaligen freien Reichsstadt Regensburg. Begraben wurde er im Benediktinerkloster St. Emmeram zu Regensburg.

Samstag, 25. Januar 2014

Die Königstreuen in Bayern.

Der Verband der Königstreuen pflegt bayerisches Brauchtum, sowie bayerische Sprache und Historie. Jährlich treffen sich Königstreue in Gammelsdorf im Landkreis Freising zum Gedenken an die legendäre Schlacht von Gammelsdorf im Jahre 1313.Diese Schlacht ist für Bayern sehr bedeutend. Ohne den Sieg über die Habsburger Ritter gäbe es den Freistaat in seiner heutigen Form nicht. Es war die letzte große Ritterschlacht., für der mit eisernen Rüstungen ausgestatteten Reiter noch mit Schwertern und Lanzen aufeinander losgingen. Durch den Sieg am 9. November 1313 hatte der Wittelsbacher Ludwig der Bayer zugleich die Herrschaft über Niederbayern erkämpft und Bayern sei deswegen nicht dem Habsburger Reich einverleibt worden.

Freitag, 24. Januar 2014

Erzeugung von Rohseide in Regensburg.


Einer beliebtesten Spazierwege der Regensburger führt den Namen „Auf der Winzerer Höhe“. Am Anfang des Weges steht ein palaisartiges im Stil ludovizianischer Klassik um 1833 errichtetes Gebäude, das ehemalige Cafè Seidenplantage. Dieser Name ruft die Erinnerung wach an den Versuch König Ludwig I, die Zucht der Seidenraupe und die Erzeugung von Rohseide auch in Regensburg zu beheimaten. Die Hänge der Winzerer Höhe boten sich zur Anpflanzung des Maulbeerbaumes an, dessen Blätter den Seidenraupen zur Nahrung dienen. Dies war jedoch nicht der erste Versuch, denn schon im 14. Jahrhundert wurden zur Seidenerzeugung Maulbeerbäume gepflanzt. Und diese Tradition lebte 1820 wieder auf. König Ludwig I. war Schirmherr und Direktor einer gegründeten Aktiengesellschaft zur Förderung der Seidenzucht. 1833 war die Geburtsstunde der „Seidenplantage“. Allerdings geriet die Gesellschaft immer mehr in Schulden, so daß sie sich 1861 zum Verkauf des gesamten Besitzes entschließen mußten.  Das Gebäude wurde in den letzten Jahren erneuert, aber ein Restaurationsbetrieb besteht nicht mehr.