Donnerstag, 29. November 2012

150 Jahre Befreiungshalle.

Eine Gedenkstätte, die König Ludwig I. als Ehrentempel errichten ließ. Der Bau wurde 1842 von Friedrich von Gärtner begonnen. Da er 1847 plötzlich starb, veränderte Leo von Klenze auf Geheiß des Königs die Pläne und vollendete den Bau 1863. der Rundbau erinnert an die siegreichen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege von 1813 bis 1815.
König Ludwig widmete die Befreiungshalle auf dem Michelsberg zu Kelheim den"Teutschen Befreiungskämpfer". Am 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, am 18. Oktober 1863, fand die feierliche Eröffnung statt. Im Historischen Museum in Regensburg läuft vom 10. November 2012 bis März 2013 eine Sonderausstellung mit dem Titel "Die Befreiungshalle Kelheim".

Montag, 12. November 2012

Ungleiche Brüder.

"Verbündet-Verfeindet-Verschwägert" Bayern und Österreich im Mittelalter. Nach diesem Motto fand an drei Orten gleichzeitig eine Landesausstellung statt. Auf österreichischer Seite waren die Themen im Schloß Mattighofen im Innviertel und Stift Ramshofen in der Grenzstadt Braunau  die Neuzeit. Das bayerische Burghausen befaßte sich mit dem Mittelalter. Im frühen Mittelalter gehörte das Land am Nordrand der Alpen den Wittelsbachern. Von Österreich hat damals noch niemand gehört. Der Name taucht erstmals auf, als Kaiser Otto III. dem Bischof von Freising 966 ein Stück Land im Osten schenkt. Pech für die Wittelsbacher, daß in der Gegend 300 Jahre später die Habsburger auftauchen und sich festsetzten. Von 1438 an stellen sie fast alle deutschen Kaiser. Aus der alten bajuwarischen Ostmark wurde die große Donau-Monarchie. Nach Abdankung der Herrscherfamilien ist das Verhältnis der Völker jetzt so gut, daß sie gemeinsame Rückschau hielten. Die Ausstellung dauerte vom 27. April bis zum 4. November 2012.

Sonntag, 4. November 2012

Trüffelsuche.

Ein sogenannter Trüffel- und Pilzexperte aus Niedersachsen behauptet, Oberbayern ist ein Trüffelparadies. Er meint die edle Knolle wächst hier genau so gut wie in Italien und Frankreich. Hunde sollen sie erschnüffeln. Es gibt sogar Aufzeichnungen, daß diese  Spezialität auch in Bayern früher erwerbsmäßig gesucht worden ist. Jetzt können in Volkshochschulen Hund und Herrchen lernen, wie sie Trüffel finden können. Trüffel sind unterirdisch wachsende Pilze. Es sind die teuersten Speisepilze. Eine „normale Portion“ für zwei Personen (ca. 20-50g) kosten ca. 40-60 Euro. Die weltweit größten Trüffellieferanten sind Frankreich und Neuseeland.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Moore

Bayern zählt zu den moorreichsten Bundesländern Deutschlands. Moore sind wichtige C02 –Speicher und damit wichtige Klimaschützer. Pro Hektar binden Moore im Mittel 700 Tonnen Kohlenstoff. Außerdem bieten Moorflächen seltenen und zum Teil vom Aussterben bedrohten Pflanzen und Tieren wichtigen Lebensraum. Moore entstanden nach der letzten Eiszeit, vor rund 10000 Jahren. Es gibt Hoch- und Niedermoore. Die größten Moorflächen in Süddeutschland sind Niedermoore. Sie haben sich an Flüssen und in Auenlandschaften entwickelt. Ausgetrocknete Moore bilden eine große Gefahr, da sie eine große Menge an Co2 und Lachgas freisetzen, das noch klimaschädlicher als Kohlendioxyd sei. Dann werden die Klimaschützer zum Klimakiller.

Montag, 22. Oktober 2012

"Limeseum"

Nach jahrelanger Bauzeit wird das neue Limeseum im Römerpark Ruffenhofen Landkreis Ansbach fertiggestellt. In dem kreisrunden Bau erfahren Interessierte mehr über den Limes in Mittelfranken. Der römische Grenzwall Limes verläuft durch die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Seit 2005 gehört er zum Weltkulturerbe. Mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometern ist der römische Grenzwall das größte Bodendenkmal Deutschlands. Auf  bayerischem Gebiet verlief der Wall von Aschaffenburg in Unterfranken bis nach Eining bei Regensburg. Das Limeseum hat rund 4 Millionen Euro gekostet und ist seit 13. Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Schnupftabak – Sportler.

Es gibt Freizeit-Schnupfer und auch Sportschnupfer. Beim Sportschnupfer kommt es darauf an, so schnell wie möglich so viel Pulver wie möglich in die Nase zu befördern. Beim Preisschnupfen wird nicht genußvoll geschnupft, sondern geschickt gestopft. Die Kampfschnupfer schaufeln den Schmai mit einem einzigen Finger in die Nase. Wer binnen einer Minute am meisten Tabak in seinen Zinken befördert, gewinnt. Aber hinterher nicht nießen, sonst folgt sofortiger Disqualifikation. am 13. Oktober fand die Bayerische Schnupf-
meisterschaft im oberbayerischen Nandlstadt, Landkreis Freising, statt. 

Sonntag, 7. Oktober 2012

Das Baum-Ei.

Das Baum-Ei im Nationalparkzentrum Lusen in Neuschönau ist das neue Wahrzeichen des Bayerischen Waldes. Es ist der längste Baumwipfelpfad der Welt. Mit einer Gesamtlänge von 1300 Meter schlängelt sich der Baumwipfelpfad durch die Buchen, Tannen und Fichten des Bergmischwaldes. Der Höhepunkt des Pfades ist im wahrsten Sinne des Wortes der 44 Meter hohe Baumturm. Einmalig wie der Turm über die uralten bis zu 38 Meter hohen Tannen und Buchen gebaut wurde. Aus einer einmaligen Perspektive lassen sich Moose, Insekten, Kleintiere und Vögel betrachten. Außerdem wird man mit einem einzigartigen Rundblick belohnt. Über Lusen und Rachel hinweg breitet sich das Meer des Bayerischen und Böhmischen Waldes aus. Die überwiegend aus Holz bestehende Konstruktion fügt sich harmonisch in den Wald ein.