Mit süßlichem Duft und dunkelviolett symbolisiert der Lavendel Süd-Frankreich. Der Lavendel ist das Wahrzeichen der Provence. Schon seit Jahrtausenden ist Lavendel bekannt. Die Heimat des Lavendel sind ursprünglich die Küstenregionen des Mittelmeerraums. Aufgrund der großen Nachfrage wird er seit Beginn des 20. Jahrhunderts systematisch angebaut. Die Nutzung und Verwendung ist vielfältig. Vor allem in der Ölgewinnung, in der Imkerei und in der Pharmazie. Besonders in der französischen, italienischen und spanischen Küche wird Lavendel oft verwendet. Weltweit gibt es rund 200 Lavendelarten. Wichtig ist die Trennung zwischen „echten“ Lavendel und dem „Lavadin“(eine Kreuzung). Mittlerweile macht Lavadin drei Viertel des Lavendelanbaus in Frankreich aus. Als Heilpflanze wirkt Lavendel vor allem beruhigend und entkrampfend .Auf jeden Markt gibt es Wäschesäckchen, Seifen und Duftöle aus dieser Pflanze.
Donnerstag, 27. Juni 2013
Donnerstag, 4. April 2013
Doktor Eisenbarth
Er kurierte die Leut` nach seiner Art- und die war vorbildlich für seine Zeit. Kein Chirurg des
17. Jahrhunderts hat zu Unrecht ein so schlechten Ruf wie Doktor Eisenbarth. Schuld daran war ein Spottlied. Die Neider hatten es so verbreitet, daß er noch heute als Witzfigur gilt. Dabei war der geborene Oberviechtacher ein wahres Multitalent. Ein Wunderarzt des Barock. Er entfernte Blasensteine in nur zehn Minuten. Die Ärzte versuchten schon damals mit allen Mitteln Eisenbarths Privileg zu hintertreiben, weil sie eine Schmälerung ihrer Einkünfte befürchteten. Ein weltbekanntes Studentenlied: „Ich bin Doktor Eisenbarth, kurier die Leut`
auf meine Art….!“
Ein Bericht von 1686, den die akademischen Ärzte über Eisenbarths Prüfung in Altenburg erstellt hatten, ist erhalten. In ihm wird bescheinigt, daß Eisenbarth „von Ober Viechta bürtig“ war. Oberviechtach im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf feiert heuer den 350. Geburtstag ihres berühmten Sohnes Johann Andreas Eisenbarth.
17. Jahrhunderts hat zu Unrecht ein so schlechten Ruf wie Doktor Eisenbarth. Schuld daran war ein Spottlied. Die Neider hatten es so verbreitet, daß er noch heute als Witzfigur gilt. Dabei war der geborene Oberviechtacher ein wahres Multitalent. Ein Wunderarzt des Barock. Er entfernte Blasensteine in nur zehn Minuten. Die Ärzte versuchten schon damals mit allen Mitteln Eisenbarths Privileg zu hintertreiben, weil sie eine Schmälerung ihrer Einkünfte befürchteten. Ein weltbekanntes Studentenlied: „Ich bin Doktor Eisenbarth, kurier die Leut`
auf meine Art….!“
Ein Bericht von 1686, den die akademischen Ärzte über Eisenbarths Prüfung in Altenburg erstellt hatten, ist erhalten. In ihm wird bescheinigt, daß Eisenbarth „von Ober Viechta bürtig“ war. Oberviechtach im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf feiert heuer den 350. Geburtstag ihres berühmten Sohnes Johann Andreas Eisenbarth.
Samstag, 30. März 2013
Dreihundert Tage Napoleon auf Elba.
Elba zieht die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich, als es zum kleinen Reich Napoleons im Exil wurde. Ihm wurde die Oberherrschaft über Elba, Pianosa und Palmaiola übertragen. Die Insel Elba war ein Spielball stets wechselnder Souveräne. Doch keiner schaffte es, dort in so kurzer Zeit so nachhaltig zu wirken wie Napoleon, in dessen Zeichen Elba heute noch steht. Am 3. Mai 1814 traf er in Portoferraio ein. Das Leben, das Napoleon auf Elba führte, läßt vermuten, daß er zumindest am Anfang die Absicht hatte, für immer Herrscher dieser kleinen Welt zu bleiben. Er war bemüht seiner Stadtresidenz (Villa die Mulini) und seinem Landsitz (Villa die Martini) den entsprechenden Rahmen zu geben. Er setzt ein strenges Hofprotokoll fest und läßt ein Theater bauen. Außerdem ist er für eine Verbesserung der Fahrbarkeit der Insel. Er eröffnet die Straße nach Porto Longono (heute Porto Azzurro) und beginnt jene nach Lacona. Die Notwendigkeit, Geld zu beschaffen, zwingt ihn dazu, die Erträge der Bergwerke einzuziehen und Grundbesteuerung zu verschärfen.
Napoleon war nun Kaiser des Herzogtums Elba. Doch was war schon Elba für einen Kaiser , der halb Europa besessen hatte. Plötzlich hatte er weitere größere Pläne. Er bereitete in Geheimen seine Rückkehr nach Frankreich vor. Am Abend des 26. Februar 1815 stach Napoleon in See – zurück nach Frankreich, zur „Herrschaft der hundert Tage“, die in Waterloo ihr Ende fand und die Verbannung auf die Insel Helena zur Folge hatte.
Napoleon war nun Kaiser des Herzogtums Elba. Doch was war schon Elba für einen Kaiser , der halb Europa besessen hatte. Plötzlich hatte er weitere größere Pläne. Er bereitete in Geheimen seine Rückkehr nach Frankreich vor. Am Abend des 26. Februar 1815 stach Napoleon in See – zurück nach Frankreich, zur „Herrschaft der hundert Tage“, die in Waterloo ihr Ende fand und die Verbannung auf die Insel Helena zur Folge hatte.
Sonntag, 24. März 2013
Der Weg des „weißen Goldes“.
Salz wurde aus dem Reichenhaller Raum nach Böhmen transportiert. Bis Passau ging es per Schiff. Über das Grenzgebiet mußte der Landweg (goldener Steig) genommen werden. 1000 Jahre goldener Steig. Heute ist der goldene Steig Geschichte. Viele Denkmäler und Sehens-
würdigkeiten des goldenen Steiges schmücken bis heute die malerische Landschaft auf beiden Seiten des Böhmerwaldes. Der goldene Steig ist ein gutes Beispiel für eine Handelsstrecke, die in weite Gebiete der benachbarten Länder Bayern und Böhmen Leben brachte. So ein bekannter Handelsweg kann die Entwicklung der menschlichen Siedlung beeinflußen. Die Geschichte des mittelalterlichen Handelsweges verbindet heute wieder Orte und Menschen beiderseits der Grenze.
würdigkeiten des goldenen Steiges schmücken bis heute die malerische Landschaft auf beiden Seiten des Böhmerwaldes. Der goldene Steig ist ein gutes Beispiel für eine Handelsstrecke, die in weite Gebiete der benachbarten Länder Bayern und Böhmen Leben brachte. So ein bekannter Handelsweg kann die Entwicklung der menschlichen Siedlung beeinflußen. Die Geschichte des mittelalterlichen Handelsweges verbindet heute wieder Orte und Menschen beiderseits der Grenze.
Samstag, 2. März 2013
Geschichte eines Nationaldenkmals.
Gemeint ist die Befreiungshalle auf dem Michelsberg in Kelheim. König Ludwig I. hat sie bauen lassen. Heute ein beliebtes Ausflugsziel hoch über dem Donautal. Sie sollte an die Völkerschlacht bei Leipzig erinnern und wurde 1863 als Denkmal eingeweiht. Für König Ludwig I. war es eine echte Freude. Denn er haßte Napoleon und war glücklich als die Befreiungskriege dem französischen Spuk ein Ende gesetzt haben. Doch der Bau schien unter keinen guten Stern zu stehen. Die Bauarbeiten begannen 1842. Kaum das die Fundamente gelegt waren, verstarb der Architekt Friedrich von Gärtner. Wohl sprang sein Kollege Leo von Klenze in die Bresche. Aber dann mußte der König abdanken und den Weiterbau aus eigener Tasche bestreiten. So zog sich der Bau 21 Jahre hin. Doch 1863, am 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, war sie fertig und konnte der Öffentlichkeit übergeben werden.
Die Befreiungshalle -Wahrzeichen der Stadt Kelheim- feiert 2013 ihren 150. Geburtstag.
Die Befreiungshalle -Wahrzeichen der Stadt Kelheim- feiert 2013 ihren 150. Geburtstag.
Dienstag, 19. Februar 2013
Schlafende Vulkane in der Oberpfalz.
In Deutschland gibt es keine aktiven Vulkane mehr. Aber viele Berge, Seen und Steinbrüche zeugen von einer vergangenen Tätigkeit. Bis auf zwei gelten alle deutschen Vulkangebiete
(Hessische Senke, Rhön, Siebengebirge, Eifel, Erzgebirge, Breisgau, Schwäbische Alb, Fichtelgebirge und nördliche Oberpfalz) als erlöschen. Zum letzten Mal rumorte es in der Eifel vor rund 10 000 Jahren. Das zweite Gebiet neben der Eifel, bei dem man von vulkanischer Gefährdung spricht, ist die nördliche Oberpfalz. Dutzende Vulkane gibt es in der Oberpfalz, die sich ganz unterschiedlich zeigen. Mal als flache Erhebungen, wie der Teichelberg bei Mitterteich, mal als ausgeprägter Kegelberg, wie der Parkstein bei Weiden. Oder der Rauhe Kulm und der Kleine Kulm und der Flossenbürger Schloßberg. Aktive Feuerspucker sucht man darunter vergebens, erloschen sind die Vulkane aber auch nicht. Vieles deutet auf eine im Untergrund brodelnde Magmakammer hin. Die Vulkanausbrüche haben sich in dieser Region vor rund 300 000 Jahren ereignet. Davon lebt jedoch noch heute ein ganzer Tourismuszweig.(Bäder – Mineralwasser – Ausflugsziele – Basaltabbau)
Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht. Geologen erwarten eine Vulkanausbruch in geologisch nahen Zeiträumen (500 000 bis einer Million Jahren).
(Hessische Senke, Rhön, Siebengebirge, Eifel, Erzgebirge, Breisgau, Schwäbische Alb, Fichtelgebirge und nördliche Oberpfalz) als erlöschen. Zum letzten Mal rumorte es in der Eifel vor rund 10 000 Jahren. Das zweite Gebiet neben der Eifel, bei dem man von vulkanischer Gefährdung spricht, ist die nördliche Oberpfalz. Dutzende Vulkane gibt es in der Oberpfalz, die sich ganz unterschiedlich zeigen. Mal als flache Erhebungen, wie der Teichelberg bei Mitterteich, mal als ausgeprägter Kegelberg, wie der Parkstein bei Weiden. Oder der Rauhe Kulm und der Kleine Kulm und der Flossenbürger Schloßberg. Aktive Feuerspucker sucht man darunter vergebens, erloschen sind die Vulkane aber auch nicht. Vieles deutet auf eine im Untergrund brodelnde Magmakammer hin. Die Vulkanausbrüche haben sich in dieser Region vor rund 300 000 Jahren ereignet. Davon lebt jedoch noch heute ein ganzer Tourismuszweig.(Bäder – Mineralwasser – Ausflugsziele – Basaltabbau)
Grund zur Sorge bestehe jedoch nicht. Geologen erwarten eine Vulkanausbruch in geologisch nahen Zeiträumen (500 000 bis einer Million Jahren).
Sonntag, 30. Dezember 2012
Ein Physikgenie aus Bayern.
Joseph von Fraunhofer hat seinem Namen in der Wissenschaft verewigt. Die von ihm entdeckten Absorptionslinien im Sonnenlicht tragen seinen Namen. Er revolutionierte die Optik als Praktiker und als Wissenschaftler. Fraunhofer wurde als Lehrling beim Einsturz eines Hauses verschüttet. Er überlebte dieses Unglück und erregte so auch die Aufmerksamkeit des Kurfürsten von Bayern. Mit seiner Hilfe begann der Aufstieg des genialen Optikers. Er entwickelte Fernrohr und Mikroskop, mit denen er grundlegende Entdeckungen machte und auch als Unternehmer höchst erfolgreich war. Heute betreibt die Fraunhofer-Gesellschaft mehr als 80 Forschungseinrichtungen in Deutschland.
Fraunhofer wurde 1787 in Straubing geboren und starb 1826 in München.
Fraunhofer wurde 1787 in Straubing geboren und starb 1826 in München.
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