Sonntag, 19. Oktober 2014

Die Bahnen der Planeten.

Johannes Kepler (1571 –1630) entdeckt nach Kopernikus die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten der Planetenbewegung. Neben Galileo Galilei, Descartes und Newton war er ein Wegbereiter der neuzeitlichen Naturwissenschaften.
Sowohl als akademischer Lehrer, wie schon als Student, ist er als streitbarer Kopernikaner ein glühender Verfechter des heliozentrischen Weltbilds. Allerdings gerät er dadurch ins Visier der Gegenrefomation. 1600 folgt er daher einer Einladung des dänischen Astronomen Tycho Brahe nach Prag zur Zusammenarbeit. In dieser Zeit entstehen die Keplerischen Gesetze. Aufgrund der konfessionellen Spannungen hat Kepler bei seine Anstellungen in Prag und Graz immer Probleme. Schließlich findet er in Albrecht von Wallenstein einen neuen Gönner.
Bis zur Entlassung des Oberbefehlshaber der Katholischen Liga im August 1630 erstellt er für ihn Horoskope. Da er seinen entmachteten Schutzherrn verlor, reist Kepler mit Familie von Sagan nach Regensburg, wo er nur 58-jährig starb.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Hohenbogenturm

Der Hohe Bogen (auch Hohenbogen) ist ein 8 km langer Höhenzug im Bayerischen Wald. Er liegt in der Oberpfalz im Landkreis Cham, zwischen Furth im Wald  und Bad Kötzting. Der 65 Meter hohe Hauptturm am Hohenbogen ist ein ehemaliger Abhörturm aus der Zeit des Kalten Krieges. Seit 2004 sind die Türme des Nato-Horchposten und alle dazu gehörigen Gebäude verlassen. Ein Unternehmer aus Neukirchen beim Heiligen Blut hat das Areal gekauft und plant daraus ein Touristenzentrum zu machen.
Der Turm hat jetzt eine Außentreppe, über die Besucher auf die große Aussichtsplattform gelangen. Man hat an schönen Tagen eine tolle Aussicht über den Bayerischen Wald und den Böhmerwald. Wer auf den Turm will muß aber zunächst auf den Hohenbogen wandern. Allerdings gibt es auch eine Seilbahn, die zum Turm führt.
Die Turmbesteigung kostet sechs Euro.

Dienstag, 19. August 2014

Bügellohe.


Bügellohe ist eine verlassene Siedlung im deutsch-tschechischen Grenzgebiet bei Stadlern, Landkreis Schwandorf, im Oberpfälzer Wald in Bayern. Nach der Vertreibung 1946 bauten sich Sudetendeutsche unweit ihrer früheren Heimat Häuser im Wald unmittelbar hinter der bayerischen Grenze. Die einstigen Bewohner und Familien, fast 60 Personen, stammten aus dem Erdboden gleichgemachten Wenzelsdorf (es ist nur der Dorfbrunnen und ein Weiher geblieben). Die Lebensbedingungen waren jedoch sehr hart. Es gab weder Strom noch fließendes Wasser oder eine ordentliche Straße, über die das „neue Dorf“ erreicht werden hätte können. Schrittweise verließen die Menschen Bügellohe: 1950 lebten 59 Personen dort, 1960 nur noch 8 und 1970 verließ der letzte Bewohner die Siedlung. Es war ein Abschied auf Raten.
Bis zu 30 Jahre lang haben die früheren Bewohner von Wenzelsdorf nach ihrer Vertreibung ausgeharrt. Heute ragt dort zwischen den Ruinen nur noch ein einziges Haus empor, daß als historisches Dokument zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerät.
Bügellohe zeugt von Vertreibung und einem Neubeginn mit Hemmschuh.
                                                               

                                                            







Sonntag, 17. August 2014

Die Goldene Bulle.

Die Goldene Bulle ist die Urkunde, die quasi das Grundgesetz des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war. Zwei von den sieben Originaldokumenten verwahren das Bayerische Hauptstaatsarchiv und das Staatsarchiv Nürnberg. Die Goldene Bulle wurde 1356 von Kaiser Karl IV. erlassen und hat bis zum Ende des Alten Reiches im Jahre 1806, also fast ein halbes Jahrtausend , dessen Verfassungsleben bestimmt. Die ersten 23 Kapitel wurden in Nürnberg erarbeitet und auf den dortigen Hoftag verkündet. Wesentliche Neuerung der Goldenen Bulle war, daß erstmals der König mit den Stimmen der Mehrheit gewählt wurde und nicht auf die Zustimmung aller Kurfürsten angewiesen war. Ein Mitspracherecht des Papstes wurde ausgeschlossen.
Ihren Namen hat die Goldene Bulle von dem Goldsiegel („bulla“), das sie ziert. Ursprünglich war es das „kaiserliche Rechtsbuch“.

Freitag, 25. Juli 2014

Das „Bruckmandl“ – die Regensburger Symbolfigur.

Das Regensburger Wahrzeichen steht auf der Steinernen Brücke. Seit 2010 wird die fast 900 Jahre alte Brücke saniert. Das Bruckmandl blickt in Richtung Dom, um zu sehen, wie weit dieses Bauwerk schon gediehen ist. Die ramponierte Figur ist unterwegs zur Reha.. Seit 2012 fehlt bereits ihr rechter Arm.   Die Mitarbeiter der Dombauhütte sind für diese Aufgabe bestens vorbereitet.  Der Abbau war sehr zeitaufwendig. Die beschädigte Figur war mit Umfassungsstreben gesichert worden, dann wurde sie vom Sockel abgesägt. Erst wenn die Steinerne Brücke im Jahre 2017 fertig saniert sein wird, kehrt das bis 2015 bereits neu erstellte Bruckmandl an seinem angestammten Platz zurück.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Die Bergung der Costa Concordia.

Nun laufen die Vorbereitungen zur Bergung der Costa Concordia. Mittlerweile ist es gelungen, das Wrack wieder zum schwimmen zu bringen. Die Milliarden  teuren Bergungsarbeiten sind mit hohen Risiken verbunden. An beiden Flanken des mehr als 114000 Tonnen Kolosses werden Wassertanks befestigt. Mit Hilfe komprimierter Luft wird das Wasser aus den Tanks gedrückt, damit diese auftreiben und das Schiff weiter anheben. Der Kreuzfahrtriese soll zur Verschrottung nach Genua geschleppt werden. Bei einer Geschwindigkeit von knapp vier Stundenkilometer braucht der Koloß dafür mehrere Tage. Das Verschrotten des Schiffs wird etwa zwei Jahre dauern.
Die Costa Concordia hatte am 13. Januar 2012 bei einem riskanten Manöver eine Felsen gerammt und war mit mehr als 4000 Menschen an Bord vor der Toskanischen Insel Giglio in Schieflage geraten. Bei dem Unglück starben 32 Menschen, unter ihnen 12 Deutsche.

Donnerstag, 10. Juli 2014

König der Lüfte.

Als „König der Lüfte“ gilt der Steinadler. Er gehört zu den Majestäten unter den Tieren.
Obwohl der Mensch den Steinadler schon immer bewundert hat, wurden die Tiere seit
Jahrhunderten verfolgt und getötet. In Europa standen die Adler schon kurz vor der Ausrottung. Früher unterstellte man den mächtigen Vögel, sie würden Schafe oder gar
Kinder wegtragen  - eine Mär, deswegen die Adler so massiv verfolgt wurden.
Mittlerweile  gilt ihr Bestand zum Glück nicht mehr gefährdet. Die einzigen deutschen
Steinadler leben in den bayerischen Alpen, unter anderem im Alpennationalpark
Berchtesgaden. Etwa 45 Brutpaare leben in den bayerischen Alpen. Im Februar ist die beste Zeit, um die Vögel in der Luft zu beobachten, denn sie balzen. Obwohl die Adler in den bayerischen Alpen nicht zu den gefährdeten Arten zählen, ist ihr Schutz weiter notwendig. Damit sie vor allem beim Brüten nicht durch Hubschrauberlärm oder Paraglidern gestört werden.