An Sylvester knallen Jahr für Jahr punkt Mitternacht Sektkorken und Böller. Der Beginn des neuen Jahres wurde schon vor Jahrtausenden gefeiert. Die Germanen feierten zur Wintersonnenwende das ``Julfest``. Das germanische Jahr dauerte zwölf Vollmonde. Es war um elf bzw. zwölf Tage zu kurz. Damit es dennoch zum gleichen Zeitpunkt anfing, wurden die sogenannten Rauhnächte, zwischen dem 24. Dezember und 6. Januar eingeführt. In dieser Zeit stand nach germanischer Auffassung die Sonne still. Der 1. Januar als Jahresbeginn wurde im Jahre 46 v. Chr. von Julius Cäsar festgelegt. Der Julianische Kalender richtete sich nach dem Sonnenjahr. Doch der Neujahrsbeginn wackelte noch längere Zeit. Das neue Jahr begann am Weihnachtstag, später am Dreikönigstag, dem 6. Januar. Erst seit dem Ende des 17. Jahrhunderts ist Neujahr wirklich der 1. Januar.
Schon die alten Germanen feierten das neue Jahr ausgelassen und lautstark. Statt Raketen und Kracher benutzten sie Peitschen und Dreschfegel, um die bösen Geister zu vertreiben. Den ``guten Rutsch`` kann man auch wünschen, wenn es kein Glatteis gibt. Der Spruch geht zurück auf das hebräische ``Rosh``, das ``Kopf`` oder ``Anfang`` bedeutet und hat mit einer Schlitterpartie nichts zu tun.
Dienstag, 30. Dezember 2008
Donnerstag, 25. Dezember 2008
Bayern und Preußen.
Seit Jahrhunderten ist das Verhältnis von Bayern und Preußen ehe ein schwieriges. Die Geschichte Bayerns und Preußens ist durchsetzt von Vorurteilen und geprägt von unterschiedlichen Mentalitäten. Und trotz der Spannungen finden sich auch verbindende Aspekte. Eine historische Berührung beider Länder ereignete sich als die Wittelsbacher im 14. Jahrhundert Markgrafen von Brandenburg wurden. Ein weiterer Punkt war die Begründung der rund 500-jährigen Herrschaft der Hohenzollern durch den Burggrafen von Nürnberg. Das Hin und Her des bayerisch-preußischen Verhältnisses zieht sich durch die gesamte neuzeitliche Geschichte. Im bayerischen Erbfolgekrieg war ausgerechnet Friedrich der Große der Retter Bayerns. Mit seiner Hilfe blieb Karl Theodor Kurfürst von Bayern. 1806 kämpften Bayern im Gefolge Napoleons gegen die Preußen. Nach dem Wiener Kongreß 1815 kam eine bayerische Prinzessin auf den preußischen und eine preußische auf den bayerischen Thron. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurden schließlich Bayern und Preußen dem Deutschen Kaiserreich einverleibt.
Donnerstag, 18. Dezember 2008
Sendlinger Mordweihnacht.
In der Nacht zum 25. Dezember 1705 wurden in Sendling (heute Ortsteil von München) bayerische Aufständische von kaiserlichen Truppen des Habsburger Josef I. besiegt und völlig aufgerieben. Laut Legende spielt in den Erzählungen von dieser Nacht der Schmid von Kochel eine herausragende Rolle. Er soll ein treuer Bayer gewesen sein, der sich für sein Land und Kurfürsten eingesetzt habe. Er wollte Bayern von den Österreicher befreien. Als manche Bauern während des Aufstandes umkehren wollten, habe er sie an ihren Eid erinnert:
``Liaber bairisch steam(sterben), als kaiserlich verdeam (verderben)``.Den Erzählungen zufolge, fiel er als letzter der Aufständischen. Egal ob er nun wirklich existiert hat oder nur ein Mythos ist, die Legende lebt weiter. Er gilt als das Wahrzeichen der Gemeinde von Kochel. Bis heute finden alljährlich im Dezember an verschiedenen Orten Gedenkveranstaltungen zur Sendlinger Mordweihnacht statt. Schriftliche Belege, die seine Existenz bezeugen könnten, gibt es allerdings nicht. Dafür Erzählungen über seine Heldentaten jede Menge.
``Liaber bairisch steam(sterben), als kaiserlich verdeam (verderben)``.Den Erzählungen zufolge, fiel er als letzter der Aufständischen. Egal ob er nun wirklich existiert hat oder nur ein Mythos ist, die Legende lebt weiter. Er gilt als das Wahrzeichen der Gemeinde von Kochel. Bis heute finden alljährlich im Dezember an verschiedenen Orten Gedenkveranstaltungen zur Sendlinger Mordweihnacht statt. Schriftliche Belege, die seine Existenz bezeugen könnten, gibt es allerdings nicht. Dafür Erzählungen über seine Heldentaten jede Menge.
Freitag, 12. Dezember 2008
Erneut brutale Schlägerei in Münchner U-Bahn.
München. In der U-Bahn ist es wieder zu brutalen Übergriffen gekommen. Eine Gruppe Jugendlicher beleidigte einen uniformierten Soldaten, ("Was willst du Bundler überhaupt" - "Scheiß Deutscher") schlugen auf ihn und seinen zur Hilfe kommenden Bruder ein. Beide mussten im Krankenhaus behandelt werden, der Soldat erlitt einen Schädelbruch und schwere Gesichtsverletzungen.
Wie gefährlich ist in den Großstädten das U-Bahn-Fahren? Das aggressive Auftreten jugendlicher Schläger und Vandalen erlebt man beinahe täglich. Die brutalen Überfälle lösen zwar eine Diskussion um schärferes Jugendstrafrecht aus, aber was geschieht danach? Maßnahmen greifen nur langsam bis gar nicht. Deprimierend ist, wie schnell gemeinsame Lehren aus Fehlern der Vergangenheit nach dem Wahlkampf vergessen werden. Nicht zu vergessen, dass Deutschland die Diskussion um den Umgang mit kriminellen Jugendlichen mit Migrationshintergrund mittlerweile scheut. Fakten scheinen spurlos an unseren Volksvertretern vorüberzugehen.
Wie gefährlich ist in den Großstädten das U-Bahn-Fahren? Das aggressive Auftreten jugendlicher Schläger und Vandalen erlebt man beinahe täglich. Die brutalen Überfälle lösen zwar eine Diskussion um schärferes Jugendstrafrecht aus, aber was geschieht danach? Maßnahmen greifen nur langsam bis gar nicht. Deprimierend ist, wie schnell gemeinsame Lehren aus Fehlern der Vergangenheit nach dem Wahlkampf vergessen werden. Nicht zu vergessen, dass Deutschland die Diskussion um den Umgang mit kriminellen Jugendlichen mit Migrationshintergrund mittlerweile scheut. Fakten scheinen spurlos an unseren Volksvertretern vorüberzugehen.
Donnerstag, 27. November 2008
Weihnachtsmärkte.
An vielen Orten wird in der Weihnachtsvorzeit ein Weihnachtsmarkt, in Bayern Christkindlmarkt , abgehalten. Adventszeit ist die Zeit der Weihnachtsmärkte. Ursprünglich dienten sie dazu, den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit zu geben, sich mit winterlichen Bedarf einzudecken. Aber im Laufe der Zeit wurden die Märkte zu einem festen Element des weihnachtlichen Brauchtums. Heute werden vornehmlich auf Weihnachten bezogene Handwerkserzeugnisse, Christbaumschmuck, Geschenkartikel, Gebäck und Glühwein verkauft. Die meisten Regionen haben ihre weihnachtlichen Spezialitäten. Zu vielen Weihnachtsmärkten gehört ein kulturelles Rahmenprogramm. Seinen besonderen Reiz erlangt ein Christkindlmarkt durch einen großen Weihnachtsbaum mit festlicher Beleuchtung.
Die bekanntesten Märkte finden wir in Nürnberg und Dresden. Der Nürnberger Christkindlesmarkt zählt zu den meist besuchten der Welt. Die Ursprünge des Marktes sind trotz intensiver Nachforschungen nicht bekannt. Seit 1948 gibt es in Nürnberg alljährlich ein Christkind. Zur Einweihung des Marktes muß es, hoch oben von der Frauenkirche aus, auswendig einen Prolog vortragen.
Daneben wird auch der Strietzelmarkt in Dresden gerne besucht. Er findet bereits regelmäßig seit 1434 statt und zählt auch zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands.
Die bekanntesten Märkte finden wir in Nürnberg und Dresden. Der Nürnberger Christkindlesmarkt zählt zu den meist besuchten der Welt. Die Ursprünge des Marktes sind trotz intensiver Nachforschungen nicht bekannt. Seit 1948 gibt es in Nürnberg alljährlich ein Christkind. Zur Einweihung des Marktes muß es, hoch oben von der Frauenkirche aus, auswendig einen Prolog vortragen.
Daneben wird auch der Strietzelmarkt in Dresden gerne besucht. Er findet bereits regelmäßig seit 1434 statt und zählt auch zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands.
Freitag, 21. November 2008
Der Siegeszug der Kartoffel.
Die Kartoffel ist auf der ganzem Welt zuhause. Die Zubereitung ist unermeßlich. Gekocht, gerieben, gebacken, gebraten, als Pellkartoffel, Bratkartoffel, Reibekuchen, Knödel, Krokette, Püree, Gratin, Gnochi, Pommes frites, Salat oder Chips. In München hat sie sogar ein eigenes Museum. Ihre Heimat aber liegt in den südamerikanischen Anden. Nach Europa kommt die Kartoffel erstmals um die 1560 mit den spanischen Eroberer. Allerdings bei uns zunächst als Zierpflanze. Es dauert lange bis sie sich als Ackerfrucht nützlich macht. Ihren Durchbruch in Deutschland erlebt die Kartoffel erst in der Not. Der Hunger im Siebenjährigen Krieg macht sie zur Arme-Leute-Speise. Überall in Europa werden fortan die nahrhaften Knollen angebaut.
Heute zählt die Kartoffel neben Reis, Weizen und Mais zu den wichtigsten Nahrungsmittel. Spitzenreiter in Kartoffelanbau sind übrigens die Chinesen. Sie ernten fast ein Fünftel der Weltproduktion. Auf Platz 2 stehen die Russen, die auch die größten Kartoffelesser sind. Weltweit werden heute fast doppelt so viele Kartoffeln geerntet wie vor 20 Jahren.
Die tolle Knolle, die mit ihren Ballast- und Nährstoffen und extrem hohen Vitamin C-Gehalt, kann eines Tages vielleicht den Hunger in der Welt besiegen.
Heute zählt die Kartoffel neben Reis, Weizen und Mais zu den wichtigsten Nahrungsmittel. Spitzenreiter in Kartoffelanbau sind übrigens die Chinesen. Sie ernten fast ein Fünftel der Weltproduktion. Auf Platz 2 stehen die Russen, die auch die größten Kartoffelesser sind. Weltweit werden heute fast doppelt so viele Kartoffeln geerntet wie vor 20 Jahren.
Die tolle Knolle, die mit ihren Ballast- und Nährstoffen und extrem hohen Vitamin C-Gehalt, kann eines Tages vielleicht den Hunger in der Welt besiegen.
Samstag, 15. November 2008
Haberfeldtreiben.
Das Haberfeldtreiben war ein Rügegericht im Bayerischen Oberland, in der Gegend rund um Tegernsee, Miesbach und Rosenheim. Opfer waren oft Reiche oder Angehörige der Obrigkeit, zumeist aber Frauen, die unverheiratet schwanger geworden sind. Die ``Haberer`` waren meist vermummt oder hatten geschwärzte Gesichter. Der Anführer war der sogenannte
``Haberfeldmeister`` mit zwei weißen Gockelfahnen an seinem Hut.
Nicht nur in Bayern gab es den Brauch, ``sündige`` Mitmenschen an den Pranger zu stellen. Bei den europäischen Nachbarn hieß das Haberfeldtreiben Charivari.
Seit mehr als hundert Jahren ist der geheimnisumwitterte Brauch ausgestorben. Staatliche Gerichte haben die Volksgerichte des Haberfeldtreibens verboten.
``Haberfeldmeister`` mit zwei weißen Gockelfahnen an seinem Hut.
Nicht nur in Bayern gab es den Brauch, ``sündige`` Mitmenschen an den Pranger zu stellen. Bei den europäischen Nachbarn hieß das Haberfeldtreiben Charivari.
Seit mehr als hundert Jahren ist der geheimnisumwitterte Brauch ausgestorben. Staatliche Gerichte haben die Volksgerichte des Haberfeldtreibens verboten.
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